Liebe Mitchristen!

In diesen Tagen ist alles anders, als wir es gewohnt sind: Unsere Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, Begegnungen sind kaum mehr möglich. Nur noch die wichtigsten Aufgaben und Dienste für den Mitmenschen dürfen außerhalb des Hauses erledigt werden. Selbst Spaziergänge sind nur unter der Maßgabe möglich, Abstand zu halten.

Auch die Feier der Gottesdienste sind von den Schutzmaßnahmen betroffen. Wir können nicht mehr zusammenkommen, um gemeinsam Eucharistie zu feiern und die Kommunion zu empfangen. Kreuzweg- und Passionsandachten dürfen nicht mehr öffentlich stattfinden. Spät- und Frühschichten fallen aus. Selbst die Kar- und Osterliturgie wird in diesem Jahr in unseren Gemeinden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Was aber nicht eingeschränkt ist, ist die Möglichkeit im Gebet miteinander verbunden zu bleiben und die Not der Menschen vor Gott zu tragen. Viele haben die schrecklichen Bilder vor Augen, die uns aus Italien erreichen und die Angst wächst, dass die Pandemie auch bei uns weit schlimmere Ausmaße annimmt, als wir uns zur Zeit noch vorstellen können.

Solche Ängste belasten uns, ganz zu schweigen von denen, die bereits infiziert sind, sich in Quarantäne oder im Angehörigen bangen. Sie brauchen unser begleitendes Gebet.

Deshalb läuten wir täglich um 19.30 Uhr die Glocken unserer Kirchen als Aufforderung, innezuhalten und still zu beten. Anregungen für das Gebet finden Sie in diesem Pfarrbrief.

Unsere evangelischen Mitchristen läuten sonntags um 10:00 Uhr die Kirchenglocken anstelle der Gottes­dienstfeier und laden konfessionsübergreifend zum Gebet ein. Nutzen wir diese Gelegenheit zur ökumenischen Ver­bun­denheit.

Ich werde auch weiterhin die Hl. Messe für unsere Pfarr­gemeinden feiern. Ich tue es zu den üblichen Zeiten: Dienstags, Mittwochs, Freitags und Samstags, jeweils um 18:00 Uhr und Sonntags um 10:30 Uhr. Haben Sie Verständnis, dass die Gläubigen an diesen Gottesdiensten nicht teilnehmen können. Die Sorge um Leib und Leben jedes einzelnen zwingt zu diesen einschränkenden Maß­nahmen. Wenn ich gezwungen bin, ohne Sie, die Gemeinde, die Hl. Messe zu feiern, weiß ich mich doch in diesen Augenblicken mit Ihnen verbunden. Und Sie dürfen gewiss sein, dass ich Ihre Anliegen in das fürbittende Gebet auf­nehme.

Zum privaten Gebet und zum Anzünden einer Kerze sind die Pfarrkirchen in Rentrisch und Scheidt jeweils von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Die Gläubigen sind auch herzlich eingeladen, die Gottesdienste, die über die Medien verbreitet werden, zuhause mitzufeiern und in dieser Weise auch geistlich zu kommunizieren. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unserer Pfarreiengemeinschaft: www.pfarreiengemeinschaft-scheidter-tal.de . Wenn auch die Seelsorge im persönlichen Gespräch vis-à-vis augenblicklich nicht möglich ist, können Sie mich jederzeit telefonisch erreichen, entweder über die Telefon­nummer des Pfarrbüros, Tel.: 0681/814609 oder auch über Handy: 01776559407. (Oder über die E-Mail-Adresse: Peter.Serf(at)bgv-trier.de) Sollte ich nicht ans Telefon gehen können, werde ich den Anrufbeantworter einstellen und auf Wunsch zurückrufen.

Mir ist es wichtig, dass Sie wissen: Ich möchte auch in diesen schweren Zeiten, soweit es mir möglich ist, für Sie da sein.

Wir dürfen auch die nicht vergessen, die auf Hilfe ange­wiesen sind. Sicher haben Sie selbst schon Sorge getragen, dass Ihre alten und kranken Angehörigen oder Nachbarn mit Lebensmitteln oder notwendigen Medikamenten versorgt werden.

Wenn jemand auf eine solche Dienstleistung angewiesen ist, kann er sich auch gerne im Pfarrbüro melden (Tel.: 0681/814609). Wir werden uns bemühen, zu helfen oder Hilfe zu organisieren. Mittlerweile bieten viele entspre­chen­de Hilfen an.

Auf unserer Internetseite: www.pfarreiengemeinschaft-scheidter-tal.de können Sie weitere Informationen zur derzeitigen Krise und Anregungen zum Gebet abrufen.

Das Pfarrbüro bleibt auch weiterhin zu den üblichen Bürostunden per Telefon und per Mail erreichbar. Nach Weisung des Bistums bitten wir jedoch, von persönlichen Besuchen im Pfarrbüro abzusehen.

Leider müssen wir auch unsere Besuchsdienste einstellen, was uns aber nicht daran hindern soll, Ihnen die Geburtstagsglückwünsche Ihrer Pfarrgemeinde auf anderem Wege zukommen zu lassen.



Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie gesund bleiben und diese Krisenzeit wohlbehalten überstehen. Mit Gottes Segen und Kraft werden wir diese Herausforderung bewältigen.



Ihr Pfr. Peter Serf